Prof. Dr. Anne Niessen

 

Biografie
Publikationen
Projekte
Kontakt

 

Lehrgebiet und Funktionen:

Professorin für Musikpädagogik, Studiengangsleitung des Master of Arts Musikpädagogik.

Schwerpunkte in Forschung und Lehre:

Musikpädagogische Unterrichtsforschung mit qualitativen empirischen Verfahren (Schwerpunkt: Interviewstudien mit Schülerinnen und Schülern sowie Lehrenden), Musiklehrendenforschung, Evaluation musikpädagogischer Programme, Kompetenzforschung im Fach Musik.

Zitat/Motto:

„Man nehme ein Stück Praxis, eine Prise Pädagogik, zwei Schuß Empirie und eine theoretische Brille; man nehme das Stück Praxis heiter, die Prise unter die Lupe und den Rest ernst, doch zuerst putze man die Brille …“. (Jürgen Diederich 1991)

Biografie

 

  • Studium für das Lehramt der Sekundarstufen II und I (Musik und Deutsch), 1992 Erstes Staatsexamen
  • Referendariat, 1994 Zweites Staatsexamen
  • 1996-1999 Unterrichtstätigkeit an verschiedenen Gymnasien
  • 1998 Promotion an der Hochschule für Musik Köln, Titel der Dissertation: Musikbezogene Erfahrungen von Mädchen im Nationalsozialismus vor dem Hintergrund musikerzieherischer Intentionen
  • 1999 Verleihung des Sigrid Abel-Struth-Preises für die Dissertation
  • Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen und Universitäten
  • 2001 – 2003 Wissenschaftliche Assistentin an der Universität Siegen
  • 2003 – 2009 Studienrätin im Hochschuldienst am Institut für Musikpädagogik der Universität zu Köln
  • 2005 Habilitation an der der Universität Siegen, Titel der Habilitationsschrift: Individualkonzepte von Musikunterricht. Ein Beitrag zur musikpädagogischen Grundlagenforschung
  • 2009 Verleihung der venia legendi im Fach Musikpädagogik durch die Humanwissenschaftliche Fakultät der Universität zu Köln
  • 2009 – 2013 Vertretungsprofessur für Musikpädagogik (Teilzeitstelle) an der Hochschule für Musik und Tanz Köln
  • seit 2013 Professorin für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Publikationen

Monographien

  • Niessen, Anne (2006): Individualkonzepte von Musiklehrern. (= Theorie und Praxis der Musikvermittlung, 6). Münster: Lit.
  • Niessen, Anne (1999): „Die Lieder waren die eigentlichen Verführer!“ Mädchen und Musik im Nationalsozialismus. Mainz: Schott.

Herausgeberschaften

  • Dartsch, Michael; Knigge, Jens; Niessen, Anne; Platz, Friedrich; Stöger, Christine (Hrsg) (2018): Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen – Forschung – Diskurse. Münster: Waxmann (utb, 5040).
  • Proske, Matthias; Niessen, Anne (Hg.) (2017): Performativität und Medialität im Unterricht (= Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung, 6). Opladen: Budrich.
  • Knigge, Jens; Niessen, Anne (Hg.) (2016): Musikpädagogik und Erziehungswissenschaft. Münster: Waxmann (Musikpädagogische Forschung, 37).
  • Niessen, Anne; Knigge, Jens (Hg.) (2015): Theoretische Rahmung und Theoriebildung in der musikpädagogischen Forschung. Münster: Waxmann (Musikpädagogische Forschung, 36).
  • Niessen, Anne; Lehmann-Wermser, Andreas (Hg.) (2012): Aspekte Interkultureller Musikpädagogik. Ein Studienbuch. (= Musikpädagogik im Fokus, 2). Augsburg: Wißner.
  • Knigge, Jens; Niessen, Anne (Hg.) (2012): Musikpädagogisches Handeln. Begriffe, Erscheinungsformen, politische Dimensionen. (= Musikpädagogische Forschung, 33). Essen: Die Blaue Eule.
  • Lehmann-Wermser, Andreas; Niessen, Anne (Hg.) (2008): Aspekte des Singens. Ein Studienbuch. (= Musikpädagogik im Fokus, 1). Augsburg: Wißner.
  • Clausen, Bernd; Rolle, Christian; Niessen, Anne (Hg.) (2008): Musikpädagogik vor neuen Herausforderungen. Beiträge und Berichte 2005 bis 2007. (= BFGkontakt, 4). Bielefeld: Universität Bielefeld.

Beiträge in Sammelbänden und Zeitschriften

    • Niessen, Anne (2019): Theoretische und empirische Perspektiven auf Selbstbestimmung im Musikunterricht. In: Ulas Aktas und Thomas Gläßer (Hg.): Kulturelle Bildung in der Schule. Kulturelle Schulentwicklung, Selbstbestimmung im Unterricht und Inklusion. Weinheim: Beltz Juventa, S. 82–97.
    • Niessen, Anne (2019): Planung von Musikunterricht. Unterrichtsvorbereitung unter der Lupe. In: musik impulse journal (mip) (54), S. 6–10.
    • Niessen, Anne; Knigge, Jens (2018): Empirische Forschung in der Musikpädagogik. In: Michael Dartsch, Jens Knigge, Anne Niessen, Friedrich Platz und Christine Stöger (Hg.): Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen - Forschung - Diskurse. Stuttgart: UTB, S. 451–456.
    • Niessen, Anne (2018): Entwicklung der Musikpädagogik als wissenschaftliche Disziplin. In: Michael Dartsch, Jens Knigge, Anne Niessen, Friedrich Platz und Christine Stöger (Hg.): Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen - Forschung - Diskurse. Stuttgart: UTB, S. 413–417.
    • Niessen, Anne (2018): Qualitative Ansätze. In: Michael Dartsch, Jens Knigge, Anne Niessen, Friedrich Platz und Christine Stöger (Hg.): Handbuch Musikpädagogik. Grundlagen - Forschung - Diskurse. Stuttgart: UTB, S. 427–431.
    • Niessen, Anne (2018): Rezension: Ein Flickenteppich mit Muster – Zum Anregungspotential des „Kompendiums Qualitative Unterrichtsforschung“ für die wissenschaftliche Musikpädagogik. In: Beiträge empirischer Musikpädagogik (b:em). Online verfügbar unter urn:nbn:de:101:1-2018082818.
    • Proske, Matthias; Niessen, Anne (2017): Medialität und Performativität im Unterricht: Zwischen Hervorbringen und Übertragen, Inszenieren und Wahrnehmbarmachen schulischen Wissens, Könnens und Sollens. In: Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung (ZISU) (6), S. 3–13.
    • Niessen, Anne (2017): Möglichkeiten von Interviews in musikpädagogischer Forschung. In: Schulten, Maria Luise; Lothwesen, Kai (Hrsg.): Methoden empirischer Forschung in der Musikpädagogik. Eine anwendungsbezogene Einführung. Münster: Lit. S. 103-109.
    • Niessen, Anne (2017): Forschungsmethoden und ihre Einbettung in theoretische Konzepte am Beispiel der Grounded Theory Methodologie. In: Schulten, Maria Luise; Lothwesen, Kai (Hrsg.): Methoden empirischer Forschung in der Musikpädagogik. Eine anwendungsbezogene Einführung. Münster: Lit. S. 173-183.
    • Knigge, Jens & Niessen, Anne (2017): Empirische Forschung zum Konzept der Szenischen Interpretation von Musik. Methodologische Überlegungen und forschungspraktische Zugänge. In: Diskussion Musikpädagogik, Sonderheft 2017 (S8), S. 20-37.
    • Göllner, Michael & Niessen, Anne (2016): Adaptivität im Musikklassen-, Musik- und Ensembleunterricht in der Wahrnehmung von Schüler_innen und Lehrenden. Die mehrperspektivische qualitative Interviewstudie AdaptiMus_Interview. In U. Kranefeld (Hrsg.), Musikalische Bildungsverläufe nach der Grundschulzeit Ausgewählte Ergebnisse des BMBF-Forschungsschwerpunkts zu den Aspekten Adaptivität, Teilhabe und Wirkung. Dortmund: Bundesministerium für Bildung und Forschung. S. 11-24. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 16.9.2016).
    • Göllner, Michael & Niessen, Anne (2016): Planungsanpassung als adaptive Maßnahme in musikpädagogischen Lernsituationen im Spiegel qualitativer Interviews. In J. Knigge & A. Niessen (Hrsg.), Musikpädagogik und Erziehungswissenschaft. Münster: Waxmann. S. 125-139.
    • Göllner, Michael & Niessen, Anne (2016): Perspektiven auf Differenzierung im Musikklassen-, Musik- und Ensembleunterricht. Eine vergleichende qualitative Studie auf Grundlage von Lehrer- und Schülerinterviews. Diskussion Musikpädagogik. (70), 48–57.
    • Göllner, Michael & Niessen, Anne (2016): ‚Passung‘ revisited. Anmerkungen zum Spannungsfeld zwischen Offenheit und Festlegung in einer qualitativen Interviewstudie. Zeitschrift für kritische Musikpädagogik, 1-11. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 06.05.2016).
    • Niessen, Anne (2016): Zum Verhältnis von Individualkonzepten und (musik-)didaktischen Konzeptionen. In A. Lehmann-Wermser (Hrsg.), Musikdidaktische Konzeptionen. Ein Studienbuch (Musikpädagogik im Fokus, S. 145–156). Augsburg: Wißner.
    • Göllner, Michael & Niessen, Anne (2015): Ansätze von Öffnung im Musikklassenunterricht in der Wahrnehmung von Lehrenden und Schülern. Eine Fallstudie auf Basis qualitativer Interviews. In: Beiträge empirischer Musikpädagogik (2), 1-30. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 18.02.2016).
    • Niessen, Anne (2015): Musikpädagogische Perspektiven auf Heterogenität und die Ambivalenz der Anerkennung. Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie mit Lehrenden des Programms "Jedem Kind ein Instrument". In: Zeitschrift für interpretative Schul- und Unterrichtsforschung (ZISU) (4), S. 106–118.
    • Niessen, Anne (2015): Die Sicht von JeKi-Lehrenden auf den Unterricht im ersten Schuljahr im Programm Jedem Kind ein Instrument. In: Ulrike Kranefeld (Hg.): Instrumentalunterricht in der Grundschule. Prozess- und Wirkungsanalysen zum Programm Jedem Kind ein Instrument. Berlin: BMBF (Bildungsforschung, 41), S. 131–147. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 10.06.2016)
    • Niessen, Anne (2015): Zu Funktion und Verhältnis von Bewertungsmaßstäben in musikpädagogischer Evaluationsforschung. In: Diskussion Musikpädagogik (68), S. 21–26.
    • Niessen, Anne (2015): Zuschreibungen zur sozialen Herkunft im Kontext musikalischer Bildung. Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie mit Lehrenden des Programms ‚Jedem Kind ein Instrument'. In: Karin Bräu und Christine Schlickum (Hg.): Soziale Konstruktionen in Schule und Unterricht. Zu den Kategorien Leistung, Migration, Geschlecht, Behinderung, Soziale Herkunft und deren Interdependenzen. Leverkusen: Budrich, Barbara, S. 279–290.
    • Niessen, Anne (2014): Individualkonzepte von Musiklehrenden. Eine qualitative Studie als Beitrag zur musikpädagogischen Grundlagenforschung. In: Art Education Research (9), S. 1–9. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 10.01.2015).
    • Niessen, Anne (2014): Die Rahmenbedingungen der Lehrendenkooperation im ersten Jahr des musikpädagogischen Programms ‚Jedem Kind ein Instrument‘. Ergebnisse einer qualitativen Interviewstudie. In: Beiträge empirischer Musikpädagogik (2), S. 1–23. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 11.06.2016)
    • Niessen, Anne (2014): Are Music Teachers’ Everyday Reflections Research? Qualitative Findings on Music Teachers and Remarks on Researching Learning. In: Thomas de Baets und Thade Buchborn (Hg.): The Reflective Music Teacher. Esslingen: Helbling (European Perspectives on Music Education, 3), S. 79–93.
    • Niessen, Anne; Knigge, Jens; Vogt, Jürgen (2014): „Forschung aus der Perspektive musikpädagogischer Praxis“ aus der Perspektive musikpädagogischer Forschung. In: ZfKM, S. 68–80. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 07.02.1014); in leicht veränderter Fassung auch veröffentlicht in: Diskussion Musikpädagogik, Heft 63, 2014, S. 4-11.
    • Niessen, Anne; Knigge, Jens (2014): Kompetenzorientierung in der Musikpädagogik. Eine Replik auf Kapitel 7. In: André Bresges, Bernadette Dilger, Thomas Hennemann, Johannes König, Heike Lindner, Andreas Rohde et al. (Hg.): Kompetenzen diskursiv. Terminologische, exemplarische und strukturelle Klärungen in der LehrerInnenbildung. Münster: Waxmann (LehrerInnenbildung gestalten, 4), S. 121–126.
    • Niessen, Anne (2013): Das Unterrichten großer Lerngruppen im ersten JeKi-Jahr aus Lehrendenperspektive. In: Andreas Lehmann-Wermser und Martina Krause-Benz (Hg.): Musiklehrer(-bildung) im Fokus musikpädagogischer Forschung. Münster: Waxmann (Musikpädagogische Forschung, 34), S. 78–96.
    • Niessen, Anne (2013): Die Heterogenität von Erstklässlern aus Sicht der Lehrenden in dem Programm „Jedem Kind ein Instrument“. In: Jens Knigge und Hendrikje Mautner-Obst (Hg.): Responses to Diversity. Musikunterricht und -vermittlung im Spannungsfeld globaler und lokaler Veränderungen. Stuttgart: Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, S. 171–194. Online verfügbar, zuletzt geprüft am 12.9.21013.
    • Niessen, Anne (2013): Individuelle Förderung in Musik. Empirische Perspektiven auf Musikunterricht an der Grundschule und das erste Schuljahr im Programm „Jedem Kind ein Instrument“. In: Diskussion Musikpädagogik (59), S. 43–55.
    • Niessen, Anne; Lehmann, Katharina (2012): Positives Potential im Tandem. Ergebnisse einer Interviewstudie zur Aufgabenverteilung im ersten JeKi-Jahr. In: Üben & Musizieren, 2, S. 46–48.
    • Lehmann, Katharina; Hammel, Lina; Niessen, Anne (2012): „Wenn der eine den Unterricht macht und der andere diszipliniert …“. Aufgabenverteilung im Lehrenden-Tandem des musikpädagogischen Programms "Jedem Kind ein Instrument". In: Knigge, Jens; Niessen, Anne (Hg.): Musikpädagogisches Handeln. Begriffe, Erscheinungsformen, politische Dimensionen. Essen: Die Blaue Eule (= Musikpädagogische Forschung, 33), S. 195–212. (peer reviewed)
    • Knigge, Jens; Niessen, Anne (2012): Modelle interkultureller Kompetenz für das Fach Musik? In: Niessen, Anne; Lehmann-Wermser, Andreas (Hg.): Aspekte Interkultureller Musikpädagogik. Ein Studienbuch. (= Musikpädagogik im Fokus, 2). Augsburg: Wißner, S. 57–72.
    • Jordan, Anne-Katrin; Knigge, Jens; Lehmann, Andreas C.; Niessen, Anne; Lehmann-Wermser, Andreas (2012): Entwicklung und Validierung eines Kompetenzmodells im Fach Musik - Wahrnehmen und Kontextualisieren von Musik. In: Zeitschrift für Pädagogik, 4, S. 500–521. Online verfügbar, zuletzt geprüft am 21.6.2015. (peer reviewed)
    • Niessen, Anne (2011): Die Rolle der Theorie im qualitativen empirischen Forschungsprozess. In: Diskussion Musikpädagogik, 49, S. 39–43.
    • Niessen, Anne (2011): Die Bedeutung von Selbstbestimmung aus Schülersicht im Musikunterricht. In: Eichhorn, Andreas; Schneider, Reinhard (Hg.): Musik – Pädagogik – Dialoge. Festschrift für Thomas Ott. München: Allitera, S. 204– 216.
    • Niessen, Anne (2011): "Kein Wert an sich". Wie Schülerinnen und Schüler das Klassenmusizieren erleben. In: Diskussion Musikpädagogik, Sonderheft 11, S. 41–44.
    • Niessen, Anne; Richter, Christoph (2011): Musikpädagogische Wissenschaft. Briefwechsel. In: Diskussion Musikpädagogik, 49, S. 5–12.
    • Niessen, Anne; Lehmann, Katharina (2011): "Das ist auch ein schöner frischer Moment in der Klasse mit zwei Lehrern." Zur Kooperation im LehrendenTandem des ersten JeKi-Jahres. In: AfS-Magazin, 32, S. 10–13. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 11.06.2016)
    • Knigge, Jens; Niessen, Anne; Jordan, Anne-Katrin (2010): Erfassung der Kompetenz „Musik wahrnehmen und kontextualisieren“ mit Hilfe von Testaufgaben. Aufgabenentwicklung und -analyse im Projekt KoMus. In: Knolle, Niels (Hg.): Evaluationsforschung in der Musikpädagogik. (= Musikpädagogische Forschung, 31). Essen: Die Blaue Eule, S. 103–129.
    • Niessen, Anne (2010): Von der Feuerzangenbowle zum Kompetenzmodell. Facetten der Musikpädagogik als fachdidaktischer Wissenschaft. In: Journal der Hochschule für Musik und Tanz Köln (WS 10/11), S. 8–11.
    • Niessen, Anne (2010): Subjektive didaktische Theorien im musikpädagogischen Alltag. Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit der Heterogenität von JeKi-Gruppen. In: Greuel, Thomas; Kranefeld, Ulrike; Szczepaniak, Elke (Hg.): Jedem Kind (s)ein Instrument. Die Musikschule in der Grundschule. (= Musik im Diskurs, 23). Aachen: Shaker, S. 85–96.
    • Niessen, Anne (2010): Nichts ist praktischer als eine gute Theorie. Vom möglichen Nutzen musikpädagogischer Theorien für den Musikunterricht. In: AfS-Magazin, 30, S. 12–17. Online verfügbar, zuletzt geprüft am 24.10.2015.
    • Niessen, Anne (2010): Die Musiklehrerbildung im Aktenschrank. Das dilemmatische Potential der Entwicklung von Bachelor- und MasterStudienordnungen für das Fach Musik. In: Diskussion Musikpädagogik, 48, S. 12–17.
    • Niessen, Anne (2010): Die Bedeutung von Verarbeitungstiefe im Musikunterricht. Dimensionen von Unterrichtsqualität in einer Musikstunde. In: Christopher Wallbaum (Hg.): Perspektiven der Musikdidaktik. Drei Schulstunden im Licht der Theorien. Hildesheim: Olms, S. 63–82. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 11.06.2016)
    • Niessen, Anne (2009): Kompetenzlernen und verstehende Auseinandersetzung mit Musik. Eine Antwort auf Christoph Richter. In: Diskussion Musikpädagogik, 44, S. 58–60.
    • Niessen, Anne (2008): Musiklehrer/innen als lebenslange Lerner. Theorie und Praxis der Praxiserkundungen in der Musiklehrerausbildung. In: Clausen, Bernd; Rolle, Christian; Niessen, Anne (Hg.): Musikpädagogik vor neuen Herausforderungen. Beiträge und Berichte 2005 bis 2007. (= BFG-kontakt, 4). Bielefeld: Universität Bielefeld, S. 95–110.
    • Niessen, Anne (2008): Leistungsmessung oder individuelle Förderung? Zu Funktion und Gestaltung von Aufgaben im Musikunterricht. In: Schäfer-Lembeck, Hans-Ulrich (Hg.): Leistung im Musikunterricht. Beiträge der Münchner Tagung 2008 (= Musikpädagogische Schriften der Hochschule für Musik und Theater München, 2). München: Allitera, S. 134–152.
    • Niessen, Anne (2008): Anmerkungen zum Singen aus sozialisationstheoretischer Perspektive. In: Lehmann-Wermser, Andreas; Niessen, Anne (Hg.): Aspekte des Singens. Ein Studienbuch. (= Musikpädagogik im Fokus, 1). Augsburg: Wißner, S. 35–49.
    • Niessen, Anne (2008). Individualkonzepte von Lehrenden – Subjektive didaktische Theorien im Fokus musikpädagogischer Lehr-/Lernforschung [34 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 9(1), Art. 7, Online verfügbar (zuletzt geprüft am 17.07.2012). (peer reviewed)
    • Niessen, Anne; Lehmann-Wermser, Andreas; Knigge, Jens; Lehmann, Andreas C. (2008): Entwurf eines Kompetenzmodells „Musik wahrnehmen und kontextualisieren“. In: Zeitschrift für Kritische Musikpädagogik, Sonderedition 2, Bildungsstandards und Kompetenzmodelle für das Fach Musik? S. 3–33. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 17.07.2012).
    • Niessen, Anne (2007): Musikalische und pädagogische Selbstkonzepte von Musiklehrerinnen und Musiklehrern. In: Diskussion Musikpädagogik, 33, S. 30– 40.
    • Niessen, Anne (2006): Musiklehrer werden, sein und bleiben - Profession und Persönlichkeit in Ausbildung und Berufsalltag. Ein musikpädagogisches Seminar in der Ausbildung von Musiklehrern für Grund-, Haupt- und Realschulen an der Universität zu Köln. In: Diskussion Musikpädagogik, 32, S. 4–13.
    • Niessen, Anne (2006): Individualkonzepte von MusiklehrerInnen. Ein qualitativer Ansatz in der musikpädagogischen Lehr-/Lernforschung. In: Knolle, Niels (Hg.): Lehr- und Lernforschung in der Musikpädagogik. (= Musikpädagogische Forschung, 27). Essen: Die Blaue Eule. S. 175–199.
    • Niessen, Anne (2006): Der fremde Blick auf (Musik-) Unterricht. In: Noll, Günther; Probst-Effah, Gisela; Schneider, Reinhard (Hg.): Musik als Kunst, Wissenschaft, Lehre. Festschrift für Wilhelm Schepping zum 75. Geburtstag. Münster: Monstenstein und Vannderdat, S. 348–358.
    • Niessen, Anne; Lehmann-Wermser, Andreas (2006) Musikunterricht im Spiegel mehrperspektivischer Sinnzuschreibungen. In: Knolle, Niels (Hg.): Lehr- und Lernforschung in der Musikpädagogik. (= Musikpädagogische Forschung, 27). Essen: Die Blaue Eule, S. 239–252.
    • Niessen, Anne; Noll, Günther (2005): Musikpädagogische Forschung. In: Helms, Siegmund; Schneider, Reinhard; Weber, Rudolf (Hg.): Lexikon der Musikpädagogik. Kassel: Bosse. S. 65–70.
    • Niessen, Anne (2005): Evaluation und Leistungsmessung. In: Jank, Werner (Hg.): Musik-Didaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin: Cornelsen Scriptor, S. 136–139.
    • Niessen, Anne; Lehmann-Wermser, Andreas (2005): Bildungsstandards in Musik. In: Diskussion Musikpädagogik, 27, S. 8–13.
    • Niessen, Anne (2004): Subjektive Theorien von MusiklehrerInnen - ein Thema für musikpädagogische Forschung? In: Pfeffer, Martin; Vogt, Jürgen (Hg.): Lernen und Lehren als Themen der Musikpädagogik. Sitzungsbericht 2002 der Wissenschaftlichen Sozietät Musikpädagogik. (= Wissenschaftliche Musikpädagogik, 1). Münster: Lit. S. 155–178.
    • Niessen, Anne; Lehmann-Wermser, Andreas (2004): Geschichten von Theorie und Praxis. Über die Verwandlungen musikdidaktischen Theoriewissens. In: Diskussion Musikpädagogik, 21, S. 21–29.
    • Lehmann-Wermser, Andreas; Niessen, Anne (2004): Die Gegenüberstellung von Theorie und Praxis als irreführende Perspektive in der (Musik-)Pädagogik. In: Kaiser, Hermann J. (Hg.): Musikpädagogische Forschung in Deutschland. Dimensionen und Strategien. (= Musikpädagogische Forschung, 24). Essen: Die Blaue Eule, S. 131–162.
    • Lehmann-Wermser, Andreas; Niessen, Anne (2004): "Deshalb weisen wir nochmals darauf hin, dass die von uns vorgeschlagenen Methoden auf keinen Fall als starre Regeln zu verstehen sind ..." Über die Individualität methodologisch reflektierter Forschung. In: Hofmann, Bernhard (Hg.): Was heißt methodisches Arbeiten in der Musikpädagogik? (= Musikpädagogische Forschung, 25). Essen: Die Blaue Eule, S. 31–49.
    • Niessen, Anne (2003): Music-related Experiences of Girls in the Third Reich. In: Kopiez, Reinhard; Lehmann, Andreas C.; Wolther, Irving u.a. (Hg.): Experience. Music in Science, Science in Music. Proceedings on CD-Rom of the 5th Triennial Conference of the European Society for the Cognitive Sciences of Music (ESCOM). (= Institute for Research in Music Education, 6). Hanover: Hanover University of Music and Drama. S. 358–361. (peer reviewed)
    • Schulten, Marie Luise; Niessen, Anne (2002): Kulturelle Orientierung im Musikunterricht. Pro und Contra zur Notwendigkeit eines Werkkanons. In: Pädagogik, 4. S. 16–19.
    • Niessen, Anne (2002): Allgemeinbildung in Musik? Ein Plädoyer für Reflexion im Musikunterricht. In: Zeitschrift für Kritische Musikpädagogik (ZfKM), 1. Online verfügbar (zuletzt geprüft am 17.07.2018).
    • Niessen, Anne (2002): Allgemeinbildung im Musikunterricht? Ein Plädoyer für Reflexion im Musikunterricht und in der Ausbildung von MusiklehrerInnen. In: Musik und Bildung, 6. S. 37–43.
    • Niessen, Anne (2001): Frau F., die Musik und das Lernen - die Lernbegriffe von Klaus Holzkamp und Hermann J. Kaiser vor dem Hintergrund einesFallbeispiels. In: Eckart-Bäcker, Ursula (Hg.): Musikalisches Lernen außerhalb von Schule. Sitzungsbericht 1998/1999 der Wissenschaftlichen Sozietät Musikpädagogik. (= Musikpädagogik Forschung und Lehre, 9). Mainz: Schott. S. 36–47.
    • Niessen, Anne (2001): "Wie das doch eingebrannt ist." Musikbezogene Erfahrungen von Mädchen im Nationalsozialismus. In: Gembris, Heiner; Kraemer, Rudolf-Dieter; Maas, Georg (Hg.): Macht Musik wirklich klüger? Musikalisches Lernen und Transfereffekte. (= Musikpädagogische Forschungsberichte, 8). Augsburg: Wißner. S. 213–226.
    • Niessen, Anne (2001): "Singediktatur": Musikbezogene Erfahrungen von Mädchen im Dritten Reich. In: Rode-Breymann, Susanne (Hg.): Frauen in der Musikgeschichte. Dokumentation der Ringvorlesung im Sommersemester 2001. Köln: Hochschule für Musik Köln. S. 107–119.
    • Niessen, Anne (1996): Nationalsozialistische Musikerziehung für Mädchen. In: Musik und Bildung, 1. S. 46–47.
    • Niessen, Anne (1996): Musikalische Mädchenerziehung im Nationalsozialismus - Lehrstück über den Einfluß einer Weltanschauung auf Musikerziehung und Musikleben. In: Nolte, Eckhard (Hg.): Musikpädagogik und Musikleben. Sitzungsbericht 1992 der Wissenschaftlichen Sozietät Musikpädagogik. (= Musikpädagogik. Forschung und Lehre, 6). Mainz: Schott. S. 126–136.
    • Niessen, Anne (1996): Erforschung von Wirklichkeit(en)? Methodologische, epistemologische und wissenschaftstheoretische Überlegungen zum Forschungsprojekt Mädchen und Musikerziehung im Nationalsozialismus. In: Kaiser, Hermann J. (Hg.): Geschlechtsspezifische Aspekte des Musiklernens. (= Musikpädagogische Forschung, 17). Essen: Blaue Eule. S. 94–109.
    • Niessen, Anne (1994): Die Nazis hielten Frauen für dumm und nur für geeignet, eine gute Hausfrau und Mutter zu sein. Das Bild der Frau in musikpädagogischen Veröffentlichungen zwischen 1933 und 1945. In: Gembris, Heiner; Kraemer, Rudolf-Dieter; Maas, Georg (Hg.): Musikpädagogische Forschungsberichte 1993. (= Forum Musikpädagogik, 6). Augsburg: Wißner. S. 215–223.
    • Niessen, Anne (1993): Aspekte des nationalsozialistischen Mädchenbildes im Spiegel der Musikerziehung. In: Musik und Bildung, 1. S. 75.

      Projekte

      Aktuelle Projekte:

      1) Perspektiven auf Musikunterricht in Klasse 5 und 6. Eine situations­analytische Studie

      in Kooperation mit Prof. Dr. Michael Göllner (Stuttgart)

      Gemeinsam mit Michael Göllner wird die Auswertung der gemeinsam im Rahmen der JeKi-Begleitforschung erhobenen Daten fortgesetzt. Zum Einsatz kommt sowohl im Stuttgarter wie auch im Kölner Teilprojekt ein innovativer methodischer Ansatz, die Situationsanalyse nach Adele Clarke, eine Weiterentwicklung der Groun­ded Theory Methodologie. Zurzeit fokussiert sich die Datenauswertung im Kölner Teilprojekt auf zwei Schüler mit sprachlichen Einschränkungen. Ihr Erleben des Faches Musik im Laufe des 5. Schuljahres, das mittels dreier Interviews zu Beginn, in der Mitte und am Ende des Schuljahres erhoben wurde, soll mit Hilfe qualitativer Aus­wertungsmethoden rekonstruiert werden. Von besonderem Interesse sind in diesem Kontext Fragen der kultu­rellen Teilhabe der beiden Jungen. Eine explorative Phase zu Beginn des Forschungsvorhabens ist abgeschlos­sen; soeben befinde ich mich in der zeitaufwändigen Auswertung der Daten. Geplant ist, in mehreren Veröffentlichungen zu­sätzlich die Perspektiven der Lehrerin sowie weiterer Schüler_innen dieser Lerngruppe auszuwerten und so diese situationsanalytische Studie weiter anzureichern.

      2) Szenische Interpretation und Musikunterricht. Eine praxeologische videographische Studie

      in Kooperation mit Prof. Dr. Jens Knigge (Levanger/Norwegen)

      Gemeinsam mit Jens Knigge wird an einer videographischen Studie gearbeitet, die den Ansatz der Szenischen Interpretation fokussiert. Eine umfangreiche Datenerhebung in Kooperation mit der Komischen Oper Berlin hat bereits stattgefunden. Die Daten wurden einer orientierenden Segmentierungsanalyse unterzogen und sind für die Auswertung weitgehend aufgearbeitet. Dabei kommen videographische Ansätze zum Einsatz, die auf Grundlage praxeologischer Ansätze in der Erziehungswissenschaft entwickelt wurden. Zurzeit fokussiert sich die Datenauswertung auf einen Workshop mit einem Grundkurs des Faches Musik in der Komischen Oper; konkret wird daran gearbeitet, in der sichtbaren performativen Praxis auszumachen, welche Praktiken der Schüler_innen im Sinne festgeschriebener Handlungsmuster die Situation bestimmen.

       

      Abgeschlossene Projekte

      1) AdaptiMus - Adaptivität von Lernsituationen in Musikunterricht und Schulensembles. Jeki-Schülerinnen und -Schüler an weiterführenden Schulen. Eine Studie mehrperspektivischer Unterrichtsforschung

      AdaptiMus ist ein Verbundprojekt der Universitäten Bielefeld (Prof. Dr. Ulrike Kranefeld, Kerstin Heberle) und der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

      • Hauptverantwortliche Projektleiterin: Prof. Dr. Anne Niessen
      • Projektleiterin Teilprojekt Köln: Prof. Dr. Anne Niessen
      • Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Michael Göllner
      • Laufzeit: 2012 – 2015, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

      Das Verbundvorhaben “AdaptiMus" fokussiert die spezifische Situation von Schülerinnen und Schülern, die das Programm „Jedem Kind ein Instrument (JeKi)“ durchlaufen haben. Ziel des Kölner Teilprojekts "AdaptiMus_Interview" ist es, sowohl Auskunft zu erhalten über konkrete adaptive Maßnahmen in musikbezogenen Angeboten an weiterführenden Schulen als auch über die von den Lehrenden wahrgenommenen Schwierigkeiten und Chancen bei deren Umsetzung. Mit Hilfe der Schülerbefragung wird erhoben, welche adaptiven Lernangebote die Schüler wahrnehmen und welche sie für sich selbst nutzen können. Das übergeordnete Ziel des Kölner Forschungsvorhabens besteht darin, die Adaptivität der musikbezogenen Lernangebote an weiterführenden Schulen in der Wahrnehmung der Beteiligten näher zu beschreiben und sie in ihren Chancen und Herausforderungen aus der Perspektive der Schülerinnen und Schüler sowie aus der Perspektive der Lehrenden zu rekonstruieren.

      2) GeiGe - Gelingensbedingungen individueller Förderung an Grundschulen im ersten JeKi-Jahr

      GeiGe war ein Verbundprojekt der Universitäten Bielefeld (Prof. Dr. Ulrike Kranefeld) und Münster (Prof. Dr. Martin Bonsen) und der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Prof. Dr. Anne Niessen)

      • Hauptverantwortliche Projektleiterin: Prof. Dr. Anne Niessen
      • Projektleiterin Teilprojekt Köln: Prof. Dr. Anne Niessen
      • Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Katharina Lehmann
      • Laufzeit: 2009 – 2012, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

      Das interdisziplinäre Verbundvorhaben GeiGe fokussierte eine der zentralen Zielsetzungen des Programms 'Jedem Kind ein Instrument', nämlich Grundschülerinnen und -schüler aus bildungsfernen Schichten, insbesondere Kinder mit Zuwanderungsgeschichte zu fördern. GeiGe griff dieses Anliegen auf, indem es als Evaluationsstudie JeKi im Kontext der jeweils allgemeinen und fachlichen grundschulpädagogischen Konzeptionen individueller Förderung auf verschiedenen Ebenen in den Blick nahm. Im Kölner Teilprojekt wurden ausgewählte Grundschul- und Musikschullehrkräfte in leitfadengestützten Interviews zur Planung und Durchführung ihres Unterrichts befragt. Im Rahmen dieser Grounded-Theory-Studie (vgl. Glaser & Strauss, 1998) wurden aus der Perspektive der Lehrenden sowohl die Rahmenbedingungen und ihre Bedeutung für die Arbeit im Lehrendentandem als auch Aspekte der Unterrichtsgestaltung erschlossen. Als besonders bedeutsame Themen erwiesen sich der Umgang der Lehrenden mit großen Lerngruppen und mit der Heterogenität von Schülerinnen und Schülern sowie die Realisierungsmöglichkeiten individueller Förderung im JeKi-Unterricht.

      3) KoMus - Entwicklung von testbaren musikbezogenen  Kompetenzmodellen als Grundlage für die Erstellung von  Bildungsstandards im Schulfach Musik

      Projekt der Universität Bremen (Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser)

      • Hauptverantwortliche Projektleiterin: Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser
      • MitantragstellerInnen: Prof. Dr. Andreas C. Lehmann (Hochschule für Musik Würzburg), PD Dr. Anne Niessen (Universität zu Köln)
      • Wissenschaftliche MitarbeiterInnen: Anne-Katrin Jordan, Jens Knigge
      • Laufzeit: 2007 – 2009, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft

      In der sogenannten "Klieme-Expertise" (Klieme et al. 2003), die bei der Entwicklung von Bildungsstandards als Orientierung dienen soll, steht der Kompetenzbegriff und die Entwicklung von Kompetenzmodellen im Zentrum. Kompetenzen werden dort verstanden als ein Bündel kognitiver, motivationaler, volitionaler und sozialer Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für die Bewältigung konkreter Problemstellungen in komplexen Zusammenhängen notwendig sind. Kompetenzen müssen zudem testbar sein, wenn sie in die Formulierung von Bildungsstandards einfließen sollen. Obwohl auf Ebene der Schuladministration die Arbeiten in Richtung Bildungsstandards für das Fach Musik längst begonnen haben, fehlen vonseiten der Fachwissenschaft hierfür nahezu alle Vorarbeiten. In der Musikpädagogik wurden bislang nämlich noch keine Kompetenzmodelle erstellt, welche die Facetten und Niveaus der geforderten Kompetenzen beschreiben und erfassen können. Deshalb wurden im Rahmen des KOMUS-Projekts die vorhandenen musikpsychologischen Erkenntnisse im Hinblick auf die Erstellung von Kompetenzmodellen ausgewertet und mit musikpädagogischen Überlegungen in Verbindung gebracht. Auf dieser Basis wurde erstmals ein Kompetenzmodell für den Teilbereich "Musik wahrnehmen und kontextualisieren" (Niessen et al. 2008) entworfen, das in Form von Aufgabenstellungen operationalisiert und ersten Pretests mit Schulklassen der 6. Jahrgangsstufe zugeführt wurde. Anschließend wurde das Kompetenzmodell im Rahmen einer systematischen Pilotierungsstudie evaluiert, wobei Methoden der Item Response Theory (IRT) zum Einsatz kamen.

      Darstellung anpassen

      Schriftgröße